Gebäudereinigung, Gebäudetechnik, Sicherheitsdienst, Catering: Alle Leistungen in unserem Geschäftsbereich Dussmann Service entwickeln sich derzeit mit hoher Geschwindigkeit weiter. Immer mehr digitale und smarte Lösungen ergänzen unsere Services und sorgen für noch höhere Qualität, mehr Effizienz und größeren Mehrwert bei unseren Kunden.

Unser Anspruch: Wir wollen neueste Technologien zum Vorteil unserer Kunden nutzen und dabei Standards im Markt setzen. Dabei profitieren wir von unserer hohen Innovationskraft, die uns seit Jahrzehnten auszeichnet, aber auch von den Erfahrungen, die wir mit unseren Services rund um die Welt sammeln. Zu den wichtigsten Innovationsfeldern gehören derzeit die Themen Cobotics, Security-Roboter, Digitaler Zwilling in der Gebäudetechnik, smarte Anwendungen im Bereich Catering sowie hocheffektive Verfahren im Kampf gegen COVID-19.

 


Mit dem Food Service Innovation Lab haben wir gemeinsam mit dem Food-Service-Futuristen Christian Hamerle ein Start-up im Catering-Bereich ins Leben gerufen, mit dem wir technologisch, aber auch mit Blick auf Nachhaltigkeit, wegweisende Impulse setzen wollen.

Unser Ziel: Mit einer plattformöko-nomischen Lösung, einer Art App-Store für die Food-Service-Branche, sollen vollständig neue, digitalbasierte Standards und Prozesse entstehen – und nicht, wie im Catering bisher üblich, analoge Systeme durch moderne Technologien ergänzt werden. Mit dieser Plattform wollen wir ein ganzheitliches Gastgeberkultur-Konzept verwirklichen.

Indem wir zahlreiche Prozesse automatisieren und neu denken, zielen wir auf mehr Wirtschaftlichkeit bei gleichzeitig höherer Qualität ab. Denn wenn Köche weniger Excel-Tabellen ausfüllen und weniger Bestellungen per Telefon oder E-Mail abwickeln müssen, werden sie künftig mehr Zeit für kreative Prozesse und die Gäste haben.

So schaffen wir ein Ambiente, das den Gast noch mehr in den Mittelpunkt unseres Handelns stellt. Durch regionale Partner und Lieferanten tun wir auch etwas fürs Klima.

Auf zukunftsweisende Robotertechnologie setzen wir auch in unserem Sicherheitsdienst. So haben wir in unser Dienstleistungsportfolio in Luxemburg jüngst den Security-Roboter „Gookie“ aufgenommen: Er erkennt mithilfe intelligenter Kamera-Software verschiedene Bedrohungen, beispielsweise bei Großveranstaltungen wie einem Fußballspiel.

Er patrouilliert autonom sowohl am Tag als auch in der Nacht und umfährt bzw. überwindet eigenständig Hindernisse. Außerdem identifiziert er über Gesichts- und Uniformerkennung selbstständig Mitarbeitende des Sicherheitspersonals, damit eine Begegnung mit ihnen nicht zu einer Alarmmeldung führt. Indem er die Schwarmtechnologie nutzt, tauscht er seine Daten mit anderen Security-Robotern sowie der zentralen Leitstelle aus. Auch er entlastet so das Servicepersonal von Routineaufgaben und ergänzt dessen Aktivitäten.

Immer mehr smarte Lösungen, die sich maschinelles Sehen bis hin zu Künstlicher Intelligenz zunutze machen, entwickeln wir im Catering: So startete 2020 ein Pilotprojekt mit dem Start-up-Unternehmen auvisus. Ziel des Projekts ist es, ein kamerabasiertes Bezahlsystem zu entwickeln und einzuführen, das perfekt auf unsere Serviceleistungen zugeschnitten ist.

Dabei setzt das Bezahlsystem eine durch Künstliche Intelligenz unterstützte Bildverarbeitung ein. Die Funktionsweise: Nachdem alle angebotenen Speisen zentral in dem Bezahlsystem digital hinterlegt wurden, erkennt das System fortan mit Hilfe von Bilderkennungsverfahren die ausgewählten Speisen automatisch an der Kasse und errechnet den Preis. Um zu bezahlen, hält der Kunde nur seine Berechtigungskarte an den Sensor.

Das Ergebnis: kurze Wartezeiten an den Kassen für die Gäste, eine höhere Abrechnungsgenauigkeit für den Dienstleister und eine Entlastung für die Mitarbeitenden.

Viele Auslandsgesellschaften konnten nicht nur durch zusätzliche desinfizierende Reinigungen bei Bestandskunden das Leistungsspektrum erweitern, sondern auch durch die Betreuung neuer Assets.

In Tschechien beispielsweise bieten unsere Kollegen neben der Bodenreinigung von Filialen und Einkaufscentren auch die desinfizierende Reinigung der Einkaufswägen, Türen und weiterer Kontaktflächen an. Unseren ungarischen Kolleginnen und Kollegen ist es ebenfalls gelungen, die Zusammenarbeit mit Bestandskunden zu intensivieren. Zum einen durch zusätzliche desinfizierende Reinigungen und zum anderen durch neue Leistungsangebote: So bieten unsere Sicherheitskräfte in Ungarn auch Körpertemperaturmessung mit thermischen Kameras an. Außerdem errichteten sie Trennwände als Virusschutz in Büros und Produktionsstätten.

In der Schweiz kam ein großer Neukunde hinzu, für dessen Verkehrsbetrieb Dussmann Service jede Nacht die Busse und Bahnen durch das Vernebelungsverfahren desinfiziert.

Der Begriff „Cobotics“ ist eine Kombination aus den Worten „cooperation“ und „robotics“ und beschreibt die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter. In der Gebäudereinigung setzen wir diesen Gedanken beispielsweise mit dem intelligenten Reinigungsroboter „Whiz“, dem professionellen Mopp-Roboter „LeoMop“ und dem autonomen Scheuersauger „Ecobot 75“ um:

„Whiz“, der erste gewerblich zugelassene Reinigungsroboter, kommt seit 2021 bereits bei Kunden in Deutschland zum Einsatz. Er reinigt auch große Flächen und arbeitet dank Zeitsteuerung und Dockingstation vollständig autonom und uhrzeitunabhängig. Zudem verfügt er über ein HEPA-Filtersystem, das Feinstaub, Haare und andere Partikel aus der eingesaugten Luft filtert. Der kollaborative Reinigungsroboter ergänzt daher optimal die manuelle Reinigung. Er verschafft den Mitarbeitenden so mehr Zeit für komplexere Aufgaben wie die desinfizierende Reinigung.

„LeoMop“, unser professioneller Mopp-Roboter, kann weit mehr als nur Wischen: Er reinigt und bewegt sich autonom in seiner Umgebung und weicht Hindernissen aus. Via Smartphone geben die Reinigungsprofis seine tägliche Reinigungsroute vor und legen fest, welche Interaktionsleistungen er erbringen soll. Denn er kann auch singen, Witze erzählen und Fragen stellen. Daher eignet er sich insbesondere für den Einsatz in Bereichen mit viel Kundenkontakt. Zudem verbraucht er nur rund einen Liter Wasser pro Stunde, konventionelle Maschinen dagegen 30 bis 60 Liter.

Der „Ecobot 75“ scheuert und saugt autonom, kann jedoch auch manuell bedient werden. Er benötigt erst nach einer Laufzeit von sechs Stunden neues Wasser und bereitet dieses durch ein eingebautes Wasseraufbereitungssystem selbst auf. Pro Stunde reinigt er bis zu 2.500 Quadratmeter – und dies aufgrund seiner vorteilhaften Konstruktion auch bis an die Außenränder der betreffenden Flächen.

Der autonome Reinigungsroboter „Sparky“  fährt große Flächen ab und entlastet die Mitarbeitenden von körperlich anstrengender und monotoner Arbeit.

Innovative Kameratechnologien sind auch die Grundlage, um „Digitale Zwillinge“ zu erstellen, die wir zunehmend im Bereich der Gebäudetechnik einsetzen: Dabei fotografieren wir mithilfe spezieller 3D-Kameras das Gebäudeinnere und bilden so die Räume digital ab.

Das Ergebnis ist ein exaktes virtuelles Abbild des realen Objekts, das in weitere digitale Anwendungen überführt werden kann. Einsatzbereiche für diese Anwendung gibt es viele: So können Räume auch über große Entfernungen präsentiert und erläutert oder Wartungs-, Sanierungs- und Umbauarbeiten geplant und dokumentiert werden. Neue Mitarbeitende oder Kunden können sich mit den Örtlichkeiten vertraut machen, ohne vor Ort zu sein.

Auch im Kampf gegen das Coronavirus setzen wir auf neueste Technologien und Verfahren. Dies gilt insbesondere für die Reinigung und Desinfektion hochsensibler Bereiche wie Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Reinräume.

Auf unsere Kompetenz setzt seit vergangenem Jahr auch das Antonio-Cardarelli-Hospital in Neapel, das größte und wichtigste im Süden Italiens. In dem Krankenhaus gelten hohe Anforderungen an die Reinigung und Desinfektion, wie beispielsweise die Verwendung von Einwegreinigungsmitteln, um ein hohes Maß an Hygiene zu gewährleisten. Auch die Größe der Einrichtung stellt eine gewisse Herausforderung dar: Dank einer genauen Untersuchung der Hygieneverfahren in der gesamten Einrichtung ist es uns gelungen, einen präzisen und gleichzeitig leistungsfähigen Service zu gewährleisten, um überall den hohen Hygieneansprüchen zu genügen.

Ebenfalls in Italien haben wir in Kooperation mit dem Eisenbahnunternehmen Trenitalia zudem einen neuartigen Service entwickelt: Reisende können eine Dussmann-Reinigungskraft anfordern, wenn sie ihren Sitzplatz gereinigt haben möchten. Hierzu scannen die Reisenden den QR-Code ihres Sitzplatzes ein und verschicken über eine App eine entsprechende Anfrage. Anhand des QR-Codes kann die Reinigungskraft im Zug den Sitzplatz eindeutig zuordnen und die Reinigung zielgerichtet und zügig vornehmen.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten haben wir 2020 neuartige Desinfektions- und Hygieneservices für Büros, Villen, Wohnungen, Hotels, Tankstellen, Fahrzeuge, Schiffe, Lager und Einzelhandelsgeschäfte entwickelt. Dank ihrer innovativen Ansätze und Methoden wurden sie von den Stadtverwaltungen in Abu Dhabi und in Dubai genehmigt. So kommen Services wie die Bio-Spray-Desinfektion mittels Vernebelungsmaschine bei der Desinfektion von Tankstellen und Büros zum Einsatz: Das Verfahren wird vor allem gegen die Verbreitung von Infektionen eingesetzt und tötet Bakterien, Viren und andere Krankheitserreger ab.

Höchste Reinigungs- und Desinfektionsansprüche stellt auch die Chemiewirtschaft. Dies zeigt sich beispielsweise bei der Treibacher Industrie AG im österreichischen Kärnten, die wir seit 1997 betreuen: Seit Beginn der Pandemie sind wir dort im Dauereinsatz und führen unter anderem mithilfe des Kaltvernebelungsverfahrens hocheffektive Desinfektionen durch. Bei diesem Verfahren wird Wasserstoffperoxid als feines Aerosol in der Raumluft verteilt und gewährleistet so auch eine Desinfektion von schwer zugänglichen Stellen und Gegenständen.

Darüber hinaus unterstützen wir die Treibacher Industrie AG durch eine Vielzahl an Services im Kampf gegen die Pandemie: von Sonderreinigungen über Zugangskontrollen mit Temperaturmessungen bis hin zur Schutzmaskenverteilung.

Dass Dussmann in Ausnahmesituationen ein zuverlässiger und professioneller Partner für seine Kunden ist, stellten wir Anfang 2020 im Rahmen des Desinfektionseinsatzes beim ersten offiziell gemeldeten Corona-Fall in Deutschland einmal mehr unter Beweis: Unser Reinigungsteam führte bei unserem langjährigen Kunden Webasto eine Hygienereinigung durch, nachdem dort Mitarbeitende am Coronavirus erkrankt waren. Als Dussmann Service den Auftrag erhielt, gab es zum Coronavirus noch wenig valide Fakten.

Die Webasto Gruppe ist globaler innovativer Systempartner nahezu aller Automobilhersteller, zählt zu den 100 größten Zulieferern der Branche. Am Stammsitz in Stockdorf arbeiten rund 1.000 Menschen. Nach Bekanntwerden der ersten Corona-Fälle Anfang 2020 schloss Webasto den Standort auf eigene Initiative vorübergehend und beauftragte uns mit der Desinfektion aller Räume. Dussmann Service ist seit 2008 mit sämtlichen Facility-Management-Aufgaben betraut und gehört auch an weiteren deutschen Webasto-Standorten zu den Dienstleistern.

Nach dem Anruf von Webasto, dass in Stockdorf der Verdacht auf einen Corona-Fall bestehe, begann für Stefanie Dolgow, Projektleiterin auf Dussmann Service-Seite, und ihre Kolleginnen Laura Kappl und Sandra Weiß die Arbeit: „Wir haben uns innerhalb von 24 Stunden auf den Einsatz vorbereitet, geeignete Desinfektionsmittel und persönliche Schutzausrüstung (PSA) für unsere Leute beschafft und bei einem anerkannten Hygieneinstitut detaillierte Fachinformationen eingeholt. Gegen das neuartige Coronavirus gab es branchenweit noch keine standardisierten Prozesse und Handlungsanweisungen. Kurzfristig und dennoch gründlich die In­­formationen recherchieren, am Krisenmeeting teilnehmen und ein Team zusammenstellen und einweisen – das waren die ersten Maßnahmen“, erinnert sie sich. In nur drei Tagen reinigten und desinfizierten 26 Dussmann-Reinigungskräfte, größtenteils Stammkräfte mit viel Erfahrung, alle Arbeitsplätze, Besprechungsräume, Küchen, sanitären Anlagen und abwischbaren Flächen.

Dienstleister und Kunde ziehen positive Bilanz

Dr. Holger Engelmann, der Vorstandsvorsitzende von Webasto, sagte nach dem Reinigungseinsatz: „Die Einsatz-Teams von Dussmann Service haben den gesamten Standort desinfiziert. Stockdorf war danach wahrscheinlich der keimfreiste Webasto-Standort weltweit.“

Für das Dussmann-Team war der Desinfektionseinsatz bei Webasto eine besondere Erfahrung: „Eine Pandemie ist aus beruflicher Sicht spannend. Man erfährt jeden Tag Neues und wächst an seinen Aufgaben. Im Kollegenkreis sind wir noch stärker zusammengewachsen, indem jeder im Team die Aufgaben übernimmt, die ihm am meisten liegen – von der Bedarfseinschätzung über die Materialbeschaffung bis zur Kundenkommunikation.“

Doch ganz neu war die Erfahrung gleichwohl nicht: „Unsere Reinigungsteams in Krankenhäusern sind auch jeden Tag einer Ansteckungsgefahr ausgesetzt. So betrachtet, war dieser Job nichts Außergewöhnliches, wir hatten es nur mit einem bislang unbekannten Erreger zu tun“, sagt Stefanie Dolgow.

(Dieser Beitrag ist ein gekürzter Nachdruck aus rationell reinigen 2/2021.)