… weil die Mitarbeiter bei Kursana 13.600 Senioren pflegen und betreuen und tagtäglich Partner für Bewohner und Angehörige sind. Wir leisten einen gesellschaftlichen Beitrag, indem wir in Zeiten des stark steigenden Bedarfs an Pflegeplätzen neben den 116 bestehenden auch noch weitere Einrichtungen eröffnen. Bei Kursana sind 6.800 Menschen beschäftigt.

Auch für Menschen im hohen Alter und bei Pflegebedürftigkeit ein vertrauensvoller Partner: Unsere Mitarbeiter der Kursana sind an 365 Tagen im Jahr dort, wo sie gebraucht werden – mit Herz und Verstand.

 

Wir haben einige von unseren Kursana-Pflegehelden porträtiert:

Durch Unterstützung ihres Arbeitgebers konnte Nicole Thiel, 43, Kind und Karriere gut miteinander vereinbaren. Ihre Tochter ist im Kursana Domizil Buchholz mit aufgewachsen.

„Mama, ich habe im Spanisch-Test eine Zwei geschrieben“, ruft Lina Thiel, 15, als sie ihre Mutter auf dem Flur des Wohnbereichs entdeckt. Über die gute Nachricht freut sich nicht nur Nicole Thiel, stellvertretende Pflegedienstleiterin. Alle Umstehenden strahlen. „Da auch die Kinder meiner Kolleginnen ganz selbstverständlich bei Kursana mit aufwachsen, hat sich unter uns ein Zusammenhalt wie in einer Familie entwickelt“, sagt Nicole Thiel.

Als sie sich 2010 für eine 20-Stunden-Stelle bewarb, erzählt sie, wurde der Dienstplan auf ihre Bedürfnisse abgestimmt. „Ich habe bei der Frühschicht anfangs statt um sechs Uhr um halb acht anfangen, damit ich Lina zur Schule begleiten kann. Dafür konnten sich die Kollegen darauf verlassen, dass ich am Wochenende öfter den Spätdienst übernehme.“ Lina machte im Domizil Hausaufgaben, spielte mit Bewohnern und freundete sich mit den Kindern der Kolleginnen an. Bis heute besucht sie die Senioren und unterstützt sie in der Sitzgymnastik-Gruppe. „Lina hat durch die Kontakte ein tolles Sozialverhalten entwickelt“, sagt die Mutter stolz.

Domizil-Direktorin Andrea Buro ergänzt: „Inzwischen kooperieren wir sogar mit der Kita in unserer Straße und können dadurch Krippen- und Kitaplätze vermitteln. Kursana übernimmt einen Teil der Betreuungskosten.“

Fast zufällig wurde Janka Tislers Talent für die Pflege entdeckt. Zielstrebiges Engagement und die individuelle Förderung brachten ihr dann den Erfolg.

„Ich halte Sie fest!“ ruft Janka Tisler, 30, der 79-jährigen Bewohnerin in der Kursana Villa Königstein beim Training auf dem Gymnastikball aufmunternd zu. Janka Tisler weiß zu motivieren – auch sich selbst.  Innerhalb weniger Jahre ist sie von der Pflegehilfskraft zur Führungskraft aufgestiegen. Wegen der Liebe hatte die gebürtige Ungarin 2012 ihre Heimat verlassen. Ohne deutsche Sprachkenntnisse arbeitete sie in der Villa Königstein in der Hauswirtschaft. Weil sie beim Putzen und Bettenmachen kaum Deutsch lernte, kündigte sie und nahm eine Stelle in einer Bäckerei an.

Doch dem damaligen Pflegedienstleiter hatte die Arbeit der jungen Frau in der Villa imponiert. „Janka Tisler zeigte so einen freundlichen Umgang mit alten Menschen“, erinnert er sich. Als er sie dann in der Bäckerei wiedertraf, überredete er sie, in den Pflegeberuf hineinzuschnuppern. Janka Tisler wagte den Sprung ins kalte Wasser. Die Arbeit machte ihr Spaß, und so absolvierte sie eine dreijährige Ausbildung zur Altenpflegerin. Inzwischen ist sie stellvertretene Pflegedienstleiterin, zurzeit macht sie eine Praxisanleiter-Ausbildung. „Wenn man Engagement zeigt, wird man unterstützt“, sagt sie. Und die deutsche Sprache hat sie längst gelernt.

Pflegedienstleiterin Heike Hartmann, 50, bildete sich zur gerontopsychiatrischen Fachkraft weiter und betreut seitdem Menschen mit Demenz im Kursana Domizil Meerane.

„Heute sortieren wir mal das Garn“, sagt Heike Hartmann. Die Pflegedienstleiterin sitzt zusammen mit Margot Winkler, 89, vor einer Nähmaschine von „anno dunnemals“. Das alte Gerät ist der demenzkranken Bewohnerin des Domizils vertraut: Schließlich arbeitete sie einst beruflich als Schneiderin. Heute erinnert sie sich bei der Arbeit mit der Pflegeexpertin an frühere Zeiten – und beginnt zu erzählen.

Rund 45 Demenzkranke werden derzeit in der Meeraner Pflegeeinrichtung betreut. Auf ihre Betreuung habe man sich hier spezialisiert, sagt Domizil-Direktorin Andrea Tannert, 60.

Auch Heike Hartmann nutzte dazu eine von Kursana finanzierte anderthalbjährige Zusatzqualifikation: In Leipzig studierte sie Therapien, Pflegekonzepte und neueste Forschungsergebnisse. Das Ziel: ein würdiger und konstruktiver Umgang mit Demenzkranken. Dafür muss man für jeden individuell herausfinden, mit welcher Aktivität es möglich ist, aufzumuntern oder zu beruhigen. „Das wird für alle festgehalten.“

Inzwischen gibt Heike Hartmann ihr Fachwissen an die Kollegen weiter. Therapiemöglichkeiten werden ausgelotet, die Bewohner mit Gedächtnis- und Orientierungstraining gefördert. „So tragen viele Puzzlesteine dazu bei, ein Daheim-Gefühl in unserem Haus zu schaffen“, sagt sie.

Miteinander sprechen können sie nicht. Und doch verstehen sich Wachkoma-Patient Erik, 33, und Physiotherapeut Mark Schultz-Günter, 44, seit zehn Jahren im Kursana Domizil Bad Muskau ausgezeichnet.

„Ich merke, was er mir signalisiert,“ erklärt Mark Schultz-Günter, während er mit seinen kräftigen Händen vorsichtig Eriks Muskeln lockert. Wie genau dessen Wachkoma-Welt aussieht, kann der Physiotherapeut nur erahnen. Wenn er spürt, dass sein Patient tiefer einatmet und entspannter ist, ist sein Ziel erreicht. Zeit ist dabei zweitrangig. „Das schätze ich so bei meiner Arbeit auf der Wachkomastation“, erzählt er. „Fernab von Routine und vom Terminstress kann ich mich dem Patienten widmen und intensiv auf ihn eingehen.“ Zusammen mit seinen Kollegen kümmert sich Mark Schultz-Günter um zehn Patienten.

Bevor er in die Pflege wechselte, hatte der kräftige Mann am Bau gearbeitet. „Auch heute arbeite ich mit meinen Händen,“ sagt er. „Doch die direkte Arbeit am Menschen ist sinnvoller und besser für meine Seele.“ Der sechsfache Familienvater strahlt Ruhe aus. Domizil-Direktorin Sabine Tesch weiß das zu schätzen: „Er ist unser Fels in der Brandung.“ Mark spricht beim Massieren oft mit Erik. Und wenn dann so etwas wie ein Lächeln über dessen Gesicht huscht, merkt Mark Schultz-Günter, wie sehr der Freund, so sagt er, ihn braucht.